Entscheidender Faktor für Wohlstand im Alter: Auswahl der Versicherungsanstalt

Freizeitgestaltung im Ruhestand - eine Frage der Finanzen - Quelle: flickr.com / jagdschloessl

Wenn man das Leitwort der Altersvorsorge in den Medien sucht wird fast einheitlich auf die augenblicklich, angespannte wirtschaftliche Lage hingewiesen. Trotzdem oder gerade deswegen muss man sich ernste Gedanken zur persönlichen Altersvorsorge machen. Sie muss – und dabei ist es einerlei, ob wir uns in Zeiten der Depression oder der Hochkonjunktur befinden –  stets mittel- bis langfristig errichtet werden.

Auch beim “Riestern” gilt: Nebenkosten vergleichen!

So berichtet etwa eine Autorin in der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins Focus im März dieses Jahres, dass der, wer im Alter über eine gute Existenz verfügen will, seinen Riester-Versicherer sorgfältig auswählen soll. Laut einem Ausspruch von Oscar Wilde, so die Redakteurin, macht nichts so alt wie Glück. Doch die nackten Zahlen der Statistiken des Deutschen Instituts für Wirtschaft belegen es schwarz auf weiß: Vermögende Personen leben länger. Entscheidend, und hier kommt ein Fachmann zu Wort, ist ein guter Anbieter, der sich mit einer hohen Garantierente und einem finanzstarken Background auszeichnet. So können sich Sparer ein rundes Viertel mehr an Rente lukrieren.

Zu bedenken hingegen gibt ein Text aus der Berliner Zeitung. In einigen Jahren, so der Grundtenor des Berichts, werden Millionen Rentnern kein ausreichendes Einkommen mehr haben. In die Zange genommen wird hierbei die lahme Verhandlungstaktik der deutschen Regierung mit den Sozialverbänden.  So möchte oder sollte man doch Menschen, die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und brav gespart haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten.

Auch der Tagesspiegel lässt im letzten Jahr mit keinesfalls erfreulichen Nachrichten aufhorchen. Er hat diagnostiziert, dass Sparer, die mit einer Lebensversicherung fürs Alter vorsorgen, weniger Zinsen erhalten, als bei anderen Anlageformen. So haben neben der Allianz auch andere Versicherungsanstalten ihre Gesamtverzinsung gesenkt. Die Krise im Euroraum wurde auf dem Rücken der Vorsorgesparer ausgetragen. Große Volkswirtschaften in der europäischen Gemeinschaft, wie etwa Deutschland, könnten daher nicht in die Krise schlittern und dank der tief angesetzten Zinssätze für ihre Anleihen unbeschadet davonkommen.

In der Badischen Zeitung wird ein Altersvorsorgespezialist der Freiburger Sparkasse über die Rentabilität der klassischen Lebensversicherung befragt. Auf die Ungewissheit, ob es sich hierbei um ein Auslaufmodell handle, kontert er mit der Ansicht, dass das Erfordernis zur privaten Vorsorge ungebrochen ist. Denn ohne dieser Modelle würden die meisten Menschen ihren Lebensstandard keinesfalls halten können. Wenn die demografischen Zahlen, die für die Zukunft ausgemalt werden, stimmen, wird die demographische Pyramide kippen und weniger Beitragszahler geben. Die private Altersvorsorge liegt im Trend, beträgt sie derzeit ja ein rundes Drittel der Alterseinkünfte. Und da hier das Geld sicher angelegt, garantiert verzinst, unabhängig und staatlich gefördert ist sowie die Anlagen- und Unternehmenssicherheit laufend staatlich überwacht wird spricht alles dafür, sich auch- und gerade dann –  in finanziellen und ökonomischen Krisenzeiten wie den derzeitigen darüber ernsthafte Gedanken zu machen.

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