Viele Deutsche scheinen bei der Wahl ihrer Anlageform immer noch konservativ zu sein, denn die beliebtesten Anlageform ist oft das Sparbuch. Doch gerade jetzt, wo Experten vor der “großen” Inflation warnen scheint sich ein werterhaltendes, materielles Gut wie zum Beispiel der Kauf einer Immobilie, vielleicht doch der besserer Weg zu sein. Denn bei andauernder Inflation wird das Geld auf dem Sparbuch jedes Jahr weniger wert. Die Ausgaben für Mieten, Lebensmittel, Urlaub etc. steigen, doch die Zinsen dieser Anlageform stagnieren auf niedrigem Niveau. Deshalb wäre die Aufnahme einer Hypothek vielleicht doch eine sinnvolle Alternative. Gerade dann wenn das Haushaltsbudget die nötige Kreditrate zulässt, könnten vorgezogene Investitionen die bessere Alternative darstellen.
Doch ist es ratsam sich dafür einen Kredit aufzunehmen?
Rechnet sich die Aufnahme eines Kredits? Ein gewisses Risiko darf bei dieser Strategie nicht ausgeschlossen werden – doch Risiko ist immer dabei. Denn durch eine Inflation sinkt der Wert des Geldes, deshalb wird auch das aufgenommene Geld immer weniger wert. Jedoch wird das nie in derselben Höhe sein, wie das Sinken des Realwerts.
Natürlich müssen dabei die Zinsen auch bedacht , denn die liegen meist über der Inflationsrate. Da Zinsen immer anfallen, nützt die Inflation nur dann etwas, wenn diese höher ist als die anfallende Zinsrate. Ein weiterer Faktor ist das Einkommen. Dieses wird meist in der Höhe der tatsächlichen Inflationsrate steigen, darum wird man sich auf Dauer weniger um sein Geld leisten können, während die Kreditzinsen noch immer zu bezahlen sind.
Zwei vorteilhafte Varianten
Wer demnach in der nächsten Zeit mit einer Steigerung des Einkommens rechnen kann, könnte sogar Nutzen aus einem aufgenommenen Kredit ziehen. Allerdings nur dann, wenn die Einkommenssteigerung zumindest gleich der tatsächlichen Inflationsrate oder womöglich sogar darüber liegt.
Für diesen Fall wäre eine Kreditaufnahme tatsächlich die interessante Alternative. Doch diese Einkommensanpassung müsste dann tatsächlich über einen längeren Zeitpunkt konstant erfolgen.
Die zweite Alternative wäre es, einen Kredit mit einem fixem Zinssatz zu wählen. Hier würde vermieden, dass die Kreditzinsen bei steigender Inflation angehoben werden. Natürlich birgt diese Variante die Gefahr, dass die Teuerung nicht in diesem Ausmaß stattfindet wie erwartet und man dann möglicherweise eine höhere Zinsbelastung hätte, als bei einem variablen Zinssatz.
Die konkrete Kostenermittlung
Grundsätzlich gilt, je besser die Bonität ist und je höher die der Bank angebotenen Sicherheiten, desto weniger Zinsen fallen dafür an. Dieser vielleicht konfus wirkende Fakt erklärt sich durch das Risiko für die Bank – riskante Kunden zahlen eine höheren Preis analog zu Versicherungen. Auf jeden Fall machen niedrigere Zinsen einen Kredit interessanter – auch oder gerade für solche Kunden, die an sich keinen Kredit benötigen würden. Deshalb verschiedene Kreditangebote unbedingt vorher miteinander verglichen werden. Dabei ist nicht nur der Zinssatz ausschlaggebend, sondern sind alle anfallenden Gebühren oder Spesen mit einzubeziehen.

