Ein neues IT-Projekt soll zum Mitmachen an der Börse motivieren: Aktien per Klick am Handy und ab 10 US-Dollar Mindesteinsatz erweitern die Zielgruppe ungemein und werden frischen Wind an die Börse bringen, so die Initiatoren von Loyal3. In der Vergangenheit konnten nie mehr als 18 Prozent der amerikanischen Haushalte zum Mitmachen gewonnen werden, berichtet die “Financial Times Deutschland“.
Durch direkten Klick in Facebook erspart sich der User beim Aktienkauf auch den Händler und damit Gebühren. Der Einsatz wird direkt umgesetzt und eignet sich geradezu als Spielwiese für Newcomer. Nötig ist dazu nur ein Smartphone und die Einfachheit gleicht dem Kauf eines Buches bei Amazon. Dabei ist man noch nicht einmal gewohnt, bei Facebook typische Konsumgüter einzukaufen. Doch die Entwicklung schreitet in rasantem Tempo voran.
Elektronische Börsen, wie etwa Bats CHI-X, haben ohnehin das Ende der großen Ära von New York Stock Exchange oder NASDAG OMX eingeleitet – der nächste Schritt lässt nicht mehr lange auf sich warten. Die Handelsplattform wird schon ab Mitte 2012 ihre Dienste auf den Smartphones & Co anbieten. Es gibt allerdings eine monatliche Obergrenze: Mehr 2500 US-Dollar darf der Aktionär binnen eines Monats auf diese Weise nicht umsetzen. Der Direktor des Unternehmens, Chris Kelly, spricht von einem neuen Evolutionsschritt der “Like-Buttons” bei der stolzen Präsentation des Projekts. Bei ihm handelt es sich übrigens um den ehemaligen Leiter der Datenschutzabteilung bei Facebook.
Börsengang von Facebook: Mitte bis Ende Mai 2012
Der Börsengang von Facebook selber wird seinerseits gegen Mitte Mai stattfinden. Eine Aktie wird voraussichtlich um die 40 Euro zu haben sein. Laut “New York Times” wird der Wert des Unternehmens auf 104 Milliarden Dollar geschätzt. 30 Prozent wurden in bar bezahlt und 70 Prozent in Aktien. Es handelt sich bei Facebook bekannterweise um die weltweit größte soziale Plattform mit 850 Millionen Usern. 3,7 Milliarden Dollar wurden im Jahr 2011 umgesetzt. Zum größten Teil handelt es sich bei den Einnahmen um Erlöse für personalisierte Anzeigenschaltungen. Mit dem Kauf der Foto-App “Instagram” tätigte Facebook seine bisher größte Investition: Eine Milliarde Dollar ließ man es sich kosten, dass die User künftig mit einer App am Smartphone Fotos teilen zu können. Man betrachtet es als wichtigen Schritt in die mobile Welt, der nicht verpasst werden darf. Die bloße Nutzung aller Funktionen am Stand-PC soll der Vergangenheit angehören.

